Leserfrage: Welche Spiele spielen Sie und inwiefern hat eventuell ein Spiel die Handlungen im Buch beeinflusst bzw. als Inspiration gedient?

Zum Thema Computerspiele hat mir das Magazin „Geek“ letztes Jahr schon ein paar Fragen gestellt, deshalb werden einige von Euch die Antwort vielleicht schon kennen. Für alle anderen habe ich sie noch einmal herausgekramt, ein bisschen erweitert und aufpoliert:

Ja, Computerspiele haben mein Schreiben – und vermutlich auch mich als Person – ganz sicher beeinflusst. Man darf sich das aber nicht so vorstellen, dass ich jetzt irgendetwas Cooles spiele und dann denke: “Wow, Mann, so was musst du mal schreiben!” Ein Roman, der sich wie eine Abfolge von zwanzig Zufallsbegegnungen mit Monstern liest, wäre nämlich nicht sehr spannend. Und auch die Dialoge in RPGs sind ja in erster Linie darauf ausgelegt, dem Spieler Informationen zu verschaffen, damit er weiß, wie er weitermachen muss. In einem Buch würden dieselben Dialoge wohl den ein oder anderen facepalm hervorrufen 😉

Ich glaube, dass der Einfluss von Spielen eher in anderen Bereichen liegt. Zum Beispiel im Optischen, denn wenn ich mir die Landschaften oder Monster oder Elfenstädte in meinen Romanen vorstelle, fließen dabei unbewusst alle Bilder ein, die ich jemals gesehen habe – sei es nun real oder auf dem Monitor.

Ein anderes Beispiel wäre, dass ich früher nicht gerade ein Überflieger war, was Strategie und Taktik angeht. Ich habe mich eher aus dem Bauch heraus in Kämpfe in RPGs oder anderen Spielen gestürzt. Und genauso habe ich früher auch Kampfszenen oder ganze Schlachten geschrieben. Das hat irgendwie funktioniert, aber so richtig zufrieden war ich damit nicht. Dann hatte ich vor etlichen Jahren eine Phase, in der ich exzessiv „Heroes of Might and Magic“ gespielt habe. Ich war so süchtig danach, dass meine Arbeit schon darunter gelitten hat. Aber mein Schreiben hat am Ende davon profitiert, denn bei diesem Spiel habe ich endlich gelernt, mir vor einem Kampf genau zu überlegen, wie ich ihn mit möglichst geringen Verlusten gewinnen kann. Beim Schreiben spiele ich seit dem im Kopf oder auf Papier verschiedene Varianten durch, bevor ich mich für die beste entscheide. Wobei im Roman dann allerdings im Vordergrund steht, den Verlauf möglichst überzeugend, realistisch und trotzdem maximal spannend zu gestalten.

Bleibt noch die Frage, was ich denn so spiele:

So richtig angefangen hat es in der Computer-Antike mit einem Amiga2000 und den Dungeons & Dragons-RPGs wie „Pool of Radiance“ oder „Curse of the Azure Bonds“. Wenn man sie sich heutzutage noch mal ansieht, löst die pixelige Grafik zwar nur noch Lachanfälle aus, aber damals waren sie der Hammer, und ich habe ungezählte Nächte damit verbracht, sie mehrfach durchzuspielen. Man könnte also sagen, dass sie mich geprägt haben.

Ich habe dann zwar auch andere Sachen gespielt, wie „X-Wing“ aus dem StarWars-Universum, diverse Adventures oder „Red Baron“, die Doppeldecker-Flugsimulation, aber nur die RPGs sind bis heute meine Favoriten geblieben, weshalb ich zum Beispiel „Drakensang“ und den Nachfolger „Am Fluss der Zeit“ aus der Welt von „Das Schwarze Auge“ echt stark fand. Nach „Skyrim“ werde ich mir deshalb auch „DSA: Blackguards“ gönnen, das ja herrlich altmodisch sein soll 😀 Aber erst mal wird der neue Roman geschrieben!

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